2. Oktober 2026

Travel Start-up Night Wien 2026: vionmo holt sich das Ticket ins Finale

Fünf Start-ups, zwei inhaltliche Impulse und ein Publikumsvoting: Bei der Travel Start-up Night Wien 2026 trafen innovative Geschäftsmodelle auf Tourismus, Technologie und Netzwerk. Am Ende setzte sich vionmo vor touristinfo.ai durch.

Am 28. September 2026 wurde das Innovation Lab der ÖBB am Wiener Hauptbahnhof zur Bühne für neue Ideen im Tourismus. Gemeinsam mit dem Travel Industry Club Deutschland (TIC) und dem Verband Internet Reisevertrieb (VIR) lud der Travel Industry Club Tourismus Austria zur diesjährigen Travel Start-up Night nach Wien.

Im Mittelpunkt standen fünf ausgewählte Start-ups, die mit sehr unterschiedlichen Lösungsansätzen zeigten, wie vielfältig Innovation in Tourismus, Hotellerie und Mobilität heute gedacht wird. Nach den Live-Pitches entschied das Publikum über die Platzierungen: vionmo überzeugte die Gäste und sicherte sich Platz eins. touristinfo.ai erreichte den zweiten Platz.

v.ln.r.: Markus Perger (touristinfo.ai) und Michael Jayasekara (vionmo)

Damit qualifiziert sich vionmo für das große Jahresfinale in Deutschland und erhält dort die Chance auf den Titel „Travel Start-up 2026“.

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Von KI bis Mobilität und Guest Experience

Die fünf Pitches machten deutlich, dass touristische Innovation längst weit über einzelne Technologietrends hinausgeht.

  • FemSupply widmet sich der Guest Experience und möchte feminine Hygieneprodukte als selbstverständlichen Bestandteil eines zeitgemäßen Hotelerlebnisses etablieren.
  • Majourny entwickelt einen KI-gestützten digitalen Mitarbeiter für die Hotellerie, der interne Prozesse unterstützt und Hotelteams bei wiederkehrenden Aufgaben entlastet.
  • Neural Natives bringt einen digitalen KI-Concierge direkt auf WhatsApp und schafft damit einen rund um die Uhr verfügbaren Ansprechpartner für Hotelgäste.
  • touristinfo.ai setzt künstliche Intelligenz im Destinationsmanagement ein und unterstützt Destinationen dabei, Informationen intelligent bereitzustellen und Besucherströme gezielter zu lenken.
  • Der spätere Sieger vionmo macht Besucher- und Mobilitätsdaten für Destinationen, Freizeitangebote und Veranstaltungen nutzbar. Dabei geht es insbesondere darum, aus vorhandenen Daten konkrete Maßnahmen für Mobilitätsangebote, Besucherlenkung und Marketing abzuleiten.

Europäische Rahmenbedingungen für Start-ups im Fokus

Bevor die Start-ups ihre Geschäftsmodelle präsentierten, standen zunächst zwei inhaltliche Impulse auf dem Programm.

Die ursprünglich angekündigte Keynote-Speakerin Mag. Patricia Backhausen, MSc musste krankheitsbedingt kurzfristig absagen. Für Kinstellar sprang Hartwig Kienast, Rechtsanwalt und Partner bei Kinstellar, ein und übernahm den Impuls „EU Inc.: Mehr Freiheit für Start-ups oder nur ein neues Label?“.

Im Mittelpunkt stand die Diskussion um eine mögliche europaweit einheitliche Gesellschaftsform für Start-ups. Beleuchtet wurde insbesondere die Frage, ob eine solche „EU Inc.“ Gründung und grenzüberschreitende Skalierung tatsächlich vereinfachen kann und welche Herausforderungen aufgrund weiterhin unterschiedlicher nationaler Rechtsrahmen bestehen bleiben.

Was passiert nach einer Start-up Night?

Einen ganz anderen Blickwinkel brachte anschließend Ronja Scherzinger von FashionTouri ein. Ihr Start-up hatte beim TIC & VIR Start-up Night Finale 2025 den dritten Platz erreicht.

Unter dem Titel „Ein Blick hinter die Kulissen von FashionTouri“ berichtete sie über die Entwicklung des Unternehmens, Erfahrungen aus dem Wettbewerb und darüber, welche Kontakte, Learnings und weiteren Schritte sich aus der Teilnahme an den Travel Start-up Nights ergeben haben.

Damit bildete ihr Beitrag zugleich eine passende Überleitung zu den fünf Unternehmen, die sich wenig später selbst dem Publikum stellten.

Das Publikum hatte das letzte Wort

Nach den fünf Pitches entschied nicht eine Fachjury, sondern das Publikum über den Ausgang des Abends. vionmo konnte die meisten Stimmen auf sich vereinen und sicherte sich damit nicht nur den Wiener Sieg, sondern auch das Ticket für das Jahresfinale.

Mit touristinfo.ai auf Platz zwei standen am Ende zwei Lösungen auf den vorderen Plätzen, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit zentralen Herausforderungen von Destinationen beschäftigen: dem intelligenten Umgang mit Informationen, Besucherströmen, Daten und Mobilität.

Der TICT gratuliert vionmo zum Sieg und touristinfo.ai zum zweiten Platz – ebenso allen fünf Start-ups zu ihren überzeugenden Auftritten und dem Mut, ihre Geschäftsmodelle vor einem Branchenpublikum zur Diskussion zu stellen.

Innovation braucht Austausch

Die Travel Start-up Night verstand sich auch 2026 nicht ausschließlich als Pitch-Wettbewerb. Mindestens ebenso wichtig war der Austausch zwischen jungen Unternehmen und etablierten Akteur:innen aus Tourismus, Technologie, Mobilität und Wirtschaft.

Mit dem Innovation Lab der ÖBB bot auch der Veranstaltungsort dafür einen passenden Rahmen. Werner Summerer, Start-up Engagement Manager bei ÖBB Open Innovation, begrüßte die Gäste seitens des Gastgebers.

Nach Pitches, Publikumsvoting und Siegerehrung ging der Abend bei Drinks und Snacks ins Networking über. Dabei entstanden zahlreiche Gespräche zwischen Start-ups, Touristiker:innen, Technologieunternehmen und weiteren Branchenvertreter:innen – und damit genau jene Kontakte, für die die Travel Start-up Nights eine Plattform schaffen wollen.

Danke an unsere Partner

Ein besonderer Dank gilt ÖBB Open Innovation für die Gastfreundschaft und Unterstützung sowie unseren langjährigen Partnern Travel Industry Club Deutschland und Verband Internet Reisevertrieb (VIR) für die gemeinsame Umsetzung.

Ebenso bedanken wir uns bei den beiden Impulsgebern Hartwig Kienast und Ronja Scherzinger, bei allen fünf teilnehmenden Start-ups sowie bei unseren Gästen für die Fragen, Diskussionen und das aktive Mitvoten.

Für vionmo geht die Reise nun weiter: Wir wünschen dem Team viel Erfolg beim großen Jahresfinale um den Titel „Travel Start-up 2026“.

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